Dieser Reisebericht wird ein bisschen ausführlicher sein als die Bisherigen. Ich nahm mein Notebook mit mir und war eher motiviert, die Erlebnisse schriftlich niederzuschreiben.
Die Route führte von der Schweiz nach Frankreich, danach mit dem Frachtschiff nach Guadeloupe und weiter mit der Fähre nach Dominica. Danach benutze ich vorwiegend das Flugzeug für die längeren Distanzen zwischen den Inseln und dem Festland von Venezuela.

Ich wollte schon vor einigen Jahren einmal den Atlantik mit einem Frachtschiff überqueren, doch damals wurde ich nie so richtig fündig nach Angeboten im Internet. Anfang September machte ich einen erneuten Versuch, diesmal stiess ich auf eine Webseite Globoship (ehemals Frachtschiffreisen) mit vielen verschiedenen Angeboten. Ich entschied mich für die Reise Le Havre - Guadeloupe, weil das Schiff unter französischer Führung ist und eine gewisse Fahrplanstabilität aufweisen soll.

Am 17.10.2007 nahm ich die Eisenbahn von Thun, über Strassburg und Paris nach Le Havre. Ich musste einen Tag früher abreisen, weil die Angestellten der französischen Bahn für den 18. und 19. einen Streik angekündigt hatten.
Somit hatte ich einen Tag für die Besichtigung von Le Havre. An diesem Tag habe ich einige Kilometer zu Fuss zurückgelegt, dies war nach dem langen Sitzen in den Zügen eine angenehme Abwechslung. Am späteren Morgen des 19.10.2007 ging es per Taxi zum Frachtschiff Fort Ste Marie, der Firma CMA CGM.
| Datum | Tätigkeit | Wetter |
| 19.10.2007 | Nachmittag Auslaufen des Schiffes von Le Havre. | Schön, kühl |
| 20.10.2007 | Einfahrt im Hafen von Montier. | Schön, kühl |
| 21.10.2007 | Nach dem Frühstück Auslaufen von Montier. | Schön, kühl |
| 22.10.2007 | Mittagessen mit Kapitän. | Schön, Luft 20° |
| 23.10.2007 | Nachmittag verbrachten wir auf dem Deck und liessen uns von der Sonne erwärmen. | Schön, Luft 21° |
| 24.10.2007 | Um 2.30 Uhr passieren wir die Azoren. | Stark bewölkt, Luft 21° |
| 25.10.2007 | Wir hatten eine Führung durch das gesamte Schiff inklusive der verschiedenen Motoren. | Schön, Luft 25°, Meer 24° |
| 26.10.2007 | Ich habe das kleine Schwimmbecken an Bord benutzt und am Abend gab es ein Barbecue. | Schön, Luft 26, Meer 27° |
| 27.10.2007 | Das mehrheitlich schöne Wetter geniessen. | Schön, Luft 27°, Meer 28° |
| 28.10.2007 | Zuschauen bei den Übungen der Mannschaft, beispielsweise die Rettungsboote bis knapp über dem Meer abseilen. | Bewölkt, Luft 27°, Meer 28° |
| 29.10.2007 | Ankunft in Guadeloupe. Am frühen Nachmittag verlies ich das Schiff für mein Hotel in Le Gosier. Da ich das Hotel ab dem 30.10 gebucht hatte, bekam ich vom Kapitän das Angebot noch einen Tag länger an Bord zu bleiben. Ich habe dies nicht wahrgenommen, weil ich noch den gesamten Nachmittag zur Verfügung hatte. | Schön, Luft 28°, Meer 28° |
Ich habe sehr viel gelernt über die Arbeit an Bord eines Containerschiffes und die Tage vergingen immer schneller. Wir zwei Passagieren hatten eine sehr grosse Bewegungsfreiheit.
Mit 1438 km² gehört Guadeloupe zu den grössten Inseln der Kleinen Antillen. Auf der Landkarte weist die Insel eine Schmetterlingsform auf, wobei die beiden Flügel sehr ungleich sind. Der östliche Flügel ist trocken und felsig, gesäumt mit einigen weissen Sandstränden. Der westliche Flügel ist bergig mit kristallklaren Bächen und üppigen Regenwald. Die Insel gehört offiziell zu Frankreich.

| Datum | Tätigkeit |
| 29.10.2007 | Mit dem Taxi zum Hotel am Creole Beach in Le Gosier fahren. Die Zeit genügte noch für einen ausgedehnten Spaziergang in Le Gosier. Am späteren Nachmittag genoss ich noch den Strand wie fast allen Tagen auf Guadeloupe. |
| 30.10.2007 | Besuch von Point-à-Pitre. Ziel war das Touristenbüro auf der Suche nach einigen Antworten auf meine Fragen. Natürlich wollte ich auch einige Impressionen dieses Ortes einfangen. |
| 31.10.2007 | Ich habe die Reise zuvor nicht geplant, daher war jetzt eine grössere Disposition angesagt. Zudem habe ich mich noch bei einigen Autovermietern nach ihren Konditionen erkundigt und eine Reservation für ein Auto getätigt. |
| 1.11.2007 | Bisher hatte ich den Bus zweimal von Gosier nach Point-à-Pitre und vice versa benutzt. Mir wurde dabei klar, dass es ohne Auto auf dieser Insel kein schnelles vorwärtskommen gibt. Autotour Gosier - Cascade aux Ecrevisses - Mahaut - Saint-Rose - Point-à-Pitre - Morne A L'eau - Le Moule - Saint-Francois - Gosier. Sainte-Anne finde ich als Tourist schöner und interessanter als Le Gosier. |
| 2.11.2007 | Das Ziel war La Soufrière 1467 m. ü. M., mit dem Auto folgte ich der N1 bis zur Abzweigung nach Saint-Claude, danach weiter bis zum Maison de Volcan. Bei der Wanderung hatte ich unterwegs teilweise Regen zudem hatte der Nebel die Sicht auch nicht verbessert. |
| 3.11.2007 | Da ich das Auto erst um 8:15 Uhr abgeben musste, konnte ich am frühen Morgen noch die Fährenfahrkarte Guadeloupe nach Dominica besorgen. Danach musste ich das Zimmer wechseln, da ich zu spät meine Verlängerung des Aufenthaltes angekündigt hatte. Zum Glück kam dieser Zimmerwechsel zu Stande, dieses Zimmer lag in der Reichweite eines Wireless des Nachbarhotels. Damit konnte ich mit meinem Notebook einige Reservationen von Flügen und Hotels vornehmen. Durch das Recherchieren habe ich meinen Reiseplan gegenüber der ursprünglichen Variante leicht geändert. Barbados bekam gegenüber Martinique den Vorzug, auf Grund der besseren Flugverbindungen nach Trinidad. |
| 4.11.2007 | Ich habe nochmals ein wenig Zeit in die Planung meiner Reise investiert. Sonst bin ich noch ein bisschen in Le Gosier herumgeschlendert. Da ich am Vortag zur falschen Zeit an der Sonne lag, hatte ich Hautrötungen und wollte an diesem Tag die Sonne möglichst meiden. |
| 5.11.2007 | Abreise von Guadeloupe, ich hatte schon eine leichte Vorahnung bezüglich der Rechnung des Hotels. Daher bin ich schon am 7:00 Uhr an der Rezeption gestanden, leider hatten sich meine Befürchtungen bewahrheitet. Die Rechnung muss zu meinen Gunsten korrigiert werden. |

Das zerklüfte Dominica ist 47 km lang und 26 km breit. 365 Flüsse/Bäche stürzen von den Vulkanbergen hinab in den Regenwald. Die nur rund 70'000 Bewohner leben mehrheitlich in verstreuten Dörfern an der westlichen Küste.

| Datum | Tätigkeit |
| 5.11.2007 | Ankunft mit der Fähre von L'Express in Dominica. Leider habe ich übersehen, dass der 4.11.2007 der Unabhängigkeitstag von Dominica ist und mit dem 5.11.2007 der Community Service Day folgt. Fast alle Geschäfte und Restaurants waren geschlossen. So war ich an diesem Tag nicht "aktiv". Wenigstens hatte auch dieses Hotel einen Internetanschluss im Zimmer. |
| 6.11.2007 | Dank dem Kreuzfahrtschiff "Carnival Destiny" konnte ich auf eine preisgünstige Tour gehen, welche Trafalgar Falls und Emerald Pool beinhaltete. Für Roseau war an diesem Tag grosses Business angesagt. Schon um 8:00 Uhr morgens gingen die ersten Touristenbusse in Position auch wenn das Schiff erst für 10:00 Uhr angesagt war. Nach der Ankunft herrschte Chaos und Aufregung. Zuerst kamen die Touristen der organisierten Touren, danach konnten sich die Spätentschlossenen ihre Tour selbst besorgen, dies war die Chance für mich auch eine Tour zu kaufen. Das Schauspiel der Devisenbringer bzw. -Nehmer war einzigartig. Die Tour war nicht sehr aufregend, mein Heimatland hat jede Menge solcher Wasserfälle. Für diese Woche war es das einzige Kreuzfahrtschiff, hingegen würden nächste Woche sogar vier Schiffe anlegen. |
| 7.11.2007 | In der Nähe des Touristenbüros von Roseau traf ich den Touristenführer vom Vortag. Natürlich nicht ganz zufällig. Er überredete mich zu einer Tour zum Middleham Falls und Titou Gorge. Ich und zwei Guides machten die Tour preislich etwas teuer. Ich sehe diese Kosten auch als Entwicklungshilfe und ich werde wahrscheinlich sowieso nur einmal in meinem Leben in Dominica sein. Die leichte und kurze Wanderung zum Middleham Falls ist schön. |
| 8.11.2007 | Mit der Fahrt zum Flughafen wurde ich auch am letzten Tag von "meinem" Guide bedient. |
Die östlichste Insel der Karibik hat gegenüber den andern Inseln nicht einen vulkanischen Ursprung, sondern besteht aus Korallen- und Kalksteinablagerungen. Nur 34 km lang und 22 km breit hat diese Insel über 90 km blendend weisse Strandstrände zu bieten. Genaugenommen grenzt die gesamte Insel nur an den Atlantik.

| Datum | Tätigkeit |
| 8.11.2007 | Ankunft mit dem Flugzeug in Barbados. Da ich schon um die Mittagszeit in meinem Hotel in Hastings war, genügte mir die Zeit noch für einen Besuch in Bridgetown. In Barbados ist Angebot an Lebensmittel viel grösser als in Dominica. |
| 9.11.2007 | Nach dem Morgenessen ging ich direkt zum Touristenbüro des Hotels, um möglicherweise eine Tour zu buchen. Fünf Minuten später war ich schon auf einer Tour. Diese führte zum Apes Hill Trail, Chalky Mount in Richtung östliche Küste nach Bathsheba, weiter zur St. John's Church, der Abschluss folgte auf dem Gun Hill Signal Station. Die Tour müsste nicht unbedingt mit 4x4 Wagen durchgeführt werden. |
| 10.11.2007 | In der Nähe meines Hotels können Fahrräder gemietet werden, "glücklicherweise" waren alle schon vermietet. So nahm ich den Bus nach Bridgetown und danach ein Bus bis einige Kilometer vor Holetown. Ich wollte die schönen Strände der Westküste sehen, daher bin ich einige Kilometer an der Küste von Holetown bis nördlich nach Speightstown spaziert. Einige Male musste ich auf die Strasse ausweichen, doch meistens konnte ich der Küste folgen. Dieser Landstreifen der Westküste zwischen der Strasse und dem Meer wird von Villen der Reichen und den Resorts der Platintouristen beansprucht. Nur wenn die Strasse der Küste sehr nahe kommt, stehen noch die Häuschen der weniger betuchten. Nun wurde mir klar, warum unser Guide vom Vortag uns das Landesinnere und die Ostküste zeigte. Die Westküste zeigt die andere Wahrheit, wo Geld eine höhere Rolle spielt als der einfache Zugang zum Meer. |
| 11.11.2007 | Schon sehr früh am Morgen ging es an den internationalen Flughafen von Barbados. Neue Probleme waren angesagt, ich hatte das Flugticket von Trinidad nach Isla Margarita über das Internet gekauft. Nun wollten die Bodenbedienung einen Ausdruck meiner Ticketbestellung, was ich von Hand zu den Flugdaten niedergeschrieben hatte, wollte ihnen nicht genügen. In diesem Flughafen hat es einige Wireless jedoch haben einige einen gewissen Port gesperrt, sodass ich mein E-Mail nicht weiterleiten konnte. Zirka 8 Minuten vor der planmässigen Abflugzeit schaffte ich es, das Reservierung/Kauf E-Mail an eine bestimmte Person von LIAT zu senden, die danach einen Ausdruck erstellte. Ich habe schon sehr viele Länder besucht, bisher wollte erst ein einziges Land mein Rückflugticket sehen. Warum dieser Aufwand, ist mir unerklärlich. Zudem waren die Leute von LIAT nicht sehr hilfreich, wie schon erwähnt der Service lässt sich auf einigen Karibikinseln noch stark verbessern. |
Die Insel ist rund 80 km lang und 60 km breit und mit einer Fläche von 4828 m² einer der grösseren Karibikinseln. Für den Naturliebhaber gibt es mit den grünen Bergketten, Naturschutzparks, Wasserfälle und der artenreichen Fauna und Flora einiges zu sehen.

| Datum | Tätigkeit |
| 11.11.2007 | Schliesslich habe ich Port of Spain doch noch mit dem gebuchten Flug erreicht. Das Wetter war stark bewölkt, so habe ich an diesem Tag nur einen kurzen Ausflug zu Fuss von meinem Hotel aus gemacht. |
| 12.11.2007 | Nach dem Frühstück organisierte ich eine Tour für den Folgetag. Danach ging es zu Fuss nach Port of Spain. Die Hauptstadt ist keine Touristenattraktion obwohl sich neue mit alten Gebäuden abwechseln. Trotzdem sollte man die Stadt nicht links liegen lassen, sie gibt einen Einblick in das Treiben der multiethischen Bevölkerung dieses Landes. |
| 13.11.2007 | Ich hatte einige Befürchtungen meine Tour mit Regenwetter abhalten zu müssen. Doch während der ganzen Tour hatte es nie geregnet. Die Tour dauerte zirka 8 Stunden und war dementsprechend auch die teuerste meiner Kleinen Antillen Reise. Sie führte zuerst zur Asa Wright Nature Centre, danach folgte eine Wanderung zu einem Wasserfall, dabei durchquerten wir abermals einen kleinen Fluss. Mit den beiden Stränden Las Cuevas und Maracas Bay wurde die Tour abgeschlossen. Es gibt durchaus auch Strände in Trinidad und nicht nur in Tobago. Als Reiseführer hatte ich José Da Silva, ich kann ihn sehr empfehlen. |
| 14.11.2007 | Ich versuchte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Maracas Bay zu erreiche. Ich bin trotz mehrfachen fragen und Stoppversuchen von Bussen nicht wirklich vorwärtsgekommen. Irgendwann habe ich aufgegeben und meinen Tag anders verbracht. Ich nutzte nochmals intensiv das kostenlose Wireless des Hotels. |
| 15.11.2007 | Am Morgen ging es mit dem José, dem Reiseführer zum Flughafen. |
Venezuela hat über 23 Millionen Einwohner und ist rund zweieinhalbmal so gross wie die Bundesrepublik Deutschland. Von der Karibikküste, einem Gebirge bis 5007 m. ü. M., dem feuchtheissen Urwald, der Savanne, usw. sind landschaftliche Kontraste sind beeindruckend und vielfältig.
Die Insel ist zweiteilig, wobei der westliche Teil Macanao staubtrocken ist und nur wenig Leute beherbergt.

| Datum | Tätigkeit |
| 15.11.2007 | Ich erfuhr nach der Passkontrolle eine nicht unbedingt erwünschte Sonderbehandlung. Ich wurde in einen speziellen Raum gebeten, danach wurde mein Gepäck intensiv untersucht. Dem Geldautomaten konnte ich nach einigen Versuchen ein wenig Geld abringen. Diese Automaten verlangen eine etwas andere Bedienung, vor der Eingabe des Codes und den übrigen Eingaben, wird die Karte wieder entnommen. Dadurch kämpft man bis zum Abschluss der Transaktionen gegen eine Zeitüberschreitung bei der Eingabe, alles muss sehr schnell eingegeben werden. Das Taxi brachte mich zum Hotel in Zentrum von Porlamar. Später erkundigte ich die Stadt, welche nicht unbedingt schön ist. |
| 16.11.2007 | Bevor ich den Bus nach Playa El Agua nahm, gab es nochmals einen Rundgang in Porlamar. Playa El Agua gefielt mir, sodass ich mir ein Hotel für die Folgetage aussuchte. |
| 17.11.2007 | Umzug in das Hotel an Playa El Augua und Informationsbeschaffung für die Reise auf dem Festland von Venezuela. In Playa El Agua gibt es einige Reisebüros, die Ausflüge auf das Festland organisieren. Ich habe mich auch beraten lassen, jedoch wollte ich selbst meine Tour/en organisieren. |
| 18.11.2007 | Ich genoss eine 8-stündige Safaritour auf der Insel, die Strassen sind durchwegs gut und daher werden auf der Tour über 200 km zurückgelegt. Ich kann diese Tour herzlich empfehlen, die Peninsula de Macanao unterscheidet sich stark vom Rest der Insel. |
| 19.11.2007 | An diesem Tag habe ich eine Rast eingelegt und vornehmlich das schöne Wetter am Strand von Playa El Augua genossen. Im Hotelzimmer war das Internet verfügbar, welches ich für die Reservierung des Fluges von Porlamar nach Puerto Ordaz benutzte. Leider fand ich nur Flüge über Maiquetia/Caracas. |
| 20.11.2007 | Nochmals habe ich mich ein bisschen an den Strand gelegt. Der Versuch das Flugticket durch das Internet zu bezahlen war fehlgeschlagen. Natürlich habe ich auch einige Zeit in die Verbesserung meines Spanisch investiert. |
| 21.11.2007 | Von El Agua ging es mit dem Taxi zum Flughafen, danach erfolgte ein Flug nach Puerto Ordaz mit Stopover in Caracas. Leider hatte der Weiterflug von Caracas eine Verspätung von zirka 4 Stunden, dabei wurden einige Venezolaner ziemlich ausfällig gegenüber der Fluggesellschaft. |
| 22.11.2007 | Am Vormittag die Besichtigung von Puerto Ordaz, es gibt nicht sehenswertes für Touristen. Mit dem Bus ging es weiter nach Ciudad Bolívar. Im Hotel angekommen habe ich mich im Internet nach den Preisen der Touren umgesehen. Bei Sapito Tours habe ich danach eine Zwei-Tagestour Canaima/Salto Angel gebucht. |
| 23.11.2007 | Start der Canaima/Salto Angel Tour mit dem Flugzeug am Flughafen Ciudad Bolívar. Danach ging es zirka vier Stunden den Fluss Rio Carrao aufwärts, unterwegs mussten wir noch einen kurzen Fussmarsch unternehmen um eine zu gefährlichen Stromschnelle zu umgehen. Während der Bootsfahrt erhält man einige Male eine Dusche. In der Nähe des Salto Angel verlassen wir die Boote für einen 40-minütigen Dschungeldurchquerung zum El Mirador, dies ist ein fantastische Aussichtspunkt auf den höchsten Wasserfall der Erde. Nicht weit davon entfernt gibt es ein Wasserbecken zum Baden. Die Übernachtung fand in Hängematten mit Moskitonetz statt. |
| 24.11.2007 | Nach dem Frühstück ging es zurück zur Laguna von Canaima, dabei geht die Flussabwärtsfahrt erheblich schneller. Danach besuchte ich als einziger der Gruppe den El Sapo, welcher von hinten begehbar ist, dabei bekommt man unterwegs eine richtige Dusche. Zurück im Camp gab es ein Mittagessen und danach den Flug im sechsplätzigen Kleinflugzeug zurück nach Ciudad Bolívar. Der Canaima-Nationalpark mit den Tafelbergen, Wasserfällen und der tropischen Vegetation ist sehr eindrücklich. Von meinem gewählten Tourenveranstalter Bernaltours war ich enttäuscht, trotz mehrjähriger Erfahrung ist es chaotisch organisiert, viele kurzfristige Ansagen, die ihrerseits auch wieder revidiert werden. So entsteht ein unnötiges Gehetze. Auch das von uns benutzte Boot sollte mal einer Wartung unterzogen werden, dieses war im oberen Bereich nicht mehr dicht. Auch könnten sich alle Tourenveranstalter mal die Bequemlichkeit ihrer Boote überdenken, nach drei Stunden fahrt schmerzt bei den meisten das Hinterteil. Um den Schmerz zu lindern, wird die Schwimmweste zweckentfremdet, was natürlich der persönlichen Sicherheit abträglich ist. |
| 25.11.2007 | Ich besichtigte das Zentrum von Ciudad Bolívar. Auch bei dieser Stadt ist der Zerfall deutlich zu sehen. Die Entscheidung der Fortsetzung der Reise in Venezuela oder der Versuch zur Rückkehr in die Schweiz stand an. Auf Grund meiner Impressionen und der Informationen von anderen Reisenden entschied ich mich für die Rückkehr in die Schweiz. Wobei ich zur selben Zeit mich über die alternativen Reiseziele in Venezuela erkundigte. Falls die Rückreise in die Schweiz fehlschlagen würde, so hatte ich eine genaue Vorstellung, wo ich meine Venezuela-Reise fortsetzen würde. |
| 26.11.2007 | Vom Hotel ging es mit dem Taxi zum Busterminal, danach mit dem Bus in die Nähe des Flughafens von Puerto Ordaz. Von dort mit dem Flugzeug nach Maiquetia/Caracas. Obwohl nur noch eine Stunde zum geplanten Abflug von Caracas nach Madrid, konnte ich mein Flugticket auf dieses Abflugdatum ändern lassen. In der kurzen Zeit dir mir vor dem besteigen des Flugzeuges blieb, versuchte ich mit den restlichen Bolívares etwas Sinnvolles zu kaufen. |
| 27.11.2007 | Ankunft Flughafen Madrid, leider hatte der Flug von Caracas eine Verspätung von ca. 50 Minuten, zu spät für den geplanten Anschlussflug nach Zürich. Schlussendlich habe ich das Flugticket nach dem Zielflughafen Genf ändern lassen, weil diese der nächste mögliche Flug zurück in die Schweiz war. Ich war in Genf, mein Gepäck konnte diese Reise nicht mit derselben Geschwindigkeit bewältigen, es wurde mir am Morgen des 29.11.2007 nachhause geliefert. |
Aus folgenden Gründen habe ich mich für eine frühere Abreise von Venezuela entschieden: