Jan 02 2009

Börsenrückblick 2008 und mein Portfolio

Im Februar 2006 kaufe ich meine ersten Aktien, zuvor waren mir die Handelsbörsen völlig egal. Noch bis vor 11 Jahren hätte ich auch nicht genügend Geld gehabt um in Wertpapiere zu investieren. Ich benutzte mein selbstverdientes Geld ausschliesslich für das Reisen. Das Geld was ich bisher wenig erfolgreich an der Börse investierte habe, kam ich der Brieftasche meiner Eltern verdanken.

Da ich mehrere längere Reisen und Sprachaufenthalte machte, habe ich schon einige Male meine Erwerbstätigkeit für die Zeitdauer von 9 – 13 Monaten aufgegeben, dabei habe ich mich nie um Finanz- oder Wirtschafskrisen gekümmert. Ich hatte mit einer Ausnahme auch immer meine Arbeitgeber gekündigt, in meinen über 20 Jahren als Softwareentwickler habe ich den Arbeitgeber schon zirka 8-mal gewechselt, wobei ich auch schon zweimal indirekt wieder für denselben gearbeitet habe. Natürlich spürte ich die Konjunkturzyklen bei der Jobsuche, in einigen Jahren wie beispielsweise im Jahre 2000, war die Jobsuche sehr einfach in andern Jahren wieder etwas schwieriger, ob dies mit den Aktienkursen korreliert, habe ich nicht untersucht.

Aufgrund meiner besseren finanziellen Lage, hatte ich in der zweiten Jahreshälfte des 2006 auch einige Beratungsgespräche bei verschiedenen Banken. Dazu gehörten auch die UBS und CS, übrigens kann ich solche Gespräche sehr empfehlen. Ich habe aber nie eines von den Beratern empfohlen Produkt gekauft, ich fand diese Gespräche aber motivierend genug um mich selbst mit der Materie des Investierens auseinander zu setzen.

Wie mehr ich mich mit dem Thema Investieren beschäftigte, je mehr merkte ich, dass ich meine Anlageentscheidungen selber treffen wollte. Daraus entstand auch dieses Weblog, ich bin heute je den mehr überzeugt, dass die meisten Privatanleger mit Geduld, Disziplin und der geeigneten Börsenonline-Handelsplattform sein Portfolio selber managen kann.

Auch wenn ich heute mehr materielles Vermögen habe, als noch vor einigen Jahren, fühle ich mich nicht glücklicher. Beispielsweise machte ich im Oktober 2007 eine 10-tägige Frachtschiffreise von Le Havre nach Guadeloupe, ich war während dieser Zeit ohne Börsenkurse. Aber schon zwei Tage nach meiner Ankunft in Guadeloupe, hatte ich meine ersten Börsentransaktionen ausgelöst. Ich wurde zeitweilig zum Sklaven der täglichen Börsenkurse, dadurch das die Börse in den letzten Monaten so volatil waren, habe ich mich diesen Fesseln wieder befreit. Heute können mir auch ein Auf oder Ab von einige Prozenten an einem Tag nichts mehr anhaben, wobei ich in den letzten beiden Monaten nur noch während meiner Mittagspause ab und zu die Obligationskurse kurz betrachtete.

Da ich finanziell unabhängig bin, stellen sich aber auch positive Effekte ein. Beispielsweise erlaube ich mir, gewisse Schweizerische Eilten oder auch Banken in meinem Weblog zu kritisieren. Wahrscheinlich verspiele ich damit die Chance, jemals für eine Schweizerische Grossbank als Informatiker arbeiten zu können. Dieses Risiko gehe ich aber gerne ein, es muss auch in der Schweiz noch Leute geben, welche die verfehlte Politik unserer Eliten in Frage stellt. Auch die Einheimischen der ärmeren Länder können nun während meiner Reisen auf besser Deals mit mir hoffen. Ich lasse mich lieber von einem armen Afrikaner für sein Kunsthandwerk abzocken als von den überzahlten Taugenichts einer Grossbank.

Ich habe mir vorgenommen nur noch wenige Einträge in diesem Weblog über das Investieren bzw. Wirtschaftkrise zu schreiben. Nach drei Jahren intensiver Beschäftigung mit Geldanlagen und der in den Medien allgegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftkrise, verliert für mich das Thema den Reiz. SF Börse des SF1 kann ich schon gar nicht mehr schauen und auch Bloomber-TV langweilt mich immer mehr – es kann auch zuviel sein. Das geschehen an den Märkten ist meiner Meinung nach geprägt von Zufall und die von den teuren Experten hervorgebrachten einfachen und leicht eruierbaren Kausalitäten die das Geschehen begründen sollen, als ein beiläufiges Rauschen zu ignorieren.

Ferner ist der Aufwand für die Erstellung dieses Weblog zeitintensiv und es ist fraglich ob ich mein angepeiltes Zielpublikum damit erreichen kann.

Aktien im 2008
Der Swiss Market Index (SMI) verlor 2008 zirka 35% und steht bei 5534.53 Punkten. Der etwas breiter gefasster Swiss Performance Index (SPI) stürzte 34% ab und steht bei 4567.57 Punkten. Die Marktkapitalisierung in der Schweiz ist gegenüber dem Vorjahr um fast 400 Milliarden CHF geschrumpft, diese Summe entspricht 80% im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukte (BIP). Weltweit wurden gemäss Bloomberg 30‘000 Mrd CHF an Börsenwerten vernichtet.

Der S&P 500 hatte einen Kursverlust von 38.5% und steht bei 903.25 Punkten, der Dow Jones Industrial Average verlor 34% und steht bei 8776.39 Punkten.

Die Prognosen der Schweizer Wirtschafteliten für das 2008

Wie sich die Börsenprofis bei ihren Prognosen für das Jahr 2008 daneben lagen, können Sie meinem Blog unter der Kategorie Prognosen Profis 2008 entnehmen und mit den oben angegebenen Punkteständen der Indizes vergleichen. Fast alle hatten für das Jahr 2008 steigende Kurse prognostiziert, daher lagen die meisten Experten je nach Indizes zwischen 35 bis 45% daneben. Die Prognosen der Aktienexperten waren in den beiden letzten beiden Jahren völlig falsch, aber auch die Ökonomen mit ihren Konjunkturprognosen waren viel zu optimistisch, hierzu zwei Beispiele:

28.12.07-10.1.08: stocks, Seite 12, “Herr Jaeger kaufen Sie jetzt Aktien?”

Stocks: Eine an den Börsen heiss diskutierte Frage: Wird die Hypothekenkrise die USA in eine Rezession führen?
Jaeger: Nein, das sehe ich zurzeit überhaupt nicht. Die USA sind enorm wettbewerbsfähig. Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts betrug im dritten Quartal hochgerechnet aufs Jahr 4.9%. Das ist ein sensationeller Wert. Die Arbeitsproduktivität wuchs gemäss neusten Zahlen um mehr als sechs Prozent. Wer da eine bevorstehende Rezession sieht, den verstehe ich schlichtweg nicht.
Stocks: Ein Börsencrash ist somit unwahrscheinlich?
Jaeger: Mit Blick auf die realwirtschaftliche Entwicklung ist ein solcher Crash kaum vorstellbar.
Stocks: Haben Sie in den vergangenen zwei Monaten Aktien gekauft?
Jaeger: Das habe ist. Unter anderem Aktien von UBS.

Der Wirtschaftprofessor Franz Jaeger erwartet für das Jahr 2008 ein Wachstum des Schweizer Bruttoinlandproduktes von 2.0 bis 2.5%. In diesem Rahmen bewegen sich auch die Schätzungen der Schweizer Konjunkturforschungsstellen. Die BAK Konjunkturforschung Basel rechnet für das Jahr 2008 mit einem Plus von 2.3%. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich prognostiziert ein reales BIP-Wachstum von 2.1%. Und das Seco schätzt, dass die Schweizer Wirtschaft im nächsten Jahr um 1.9% wachsen wird.

Weltwoche 42/08, Gerold Bührer ist Präsident von Economiesuisse, “Die Schweiz muss die Chance packen”

Pessimisten und Liberalismuskritiker in Europa und auch in der Schweiz proklamieren bereits das Ende des Kapitalismus. Sie rufen nach massiven staatlichen Interventionen und sehen die Felle der freiheitlichen Ordnung nicht ohne Schadenfreude davonschwimmen. Dies, obwohl in der Schweiz im Gegensatz zu den USA und anderen Ländern bisher keine Steuergelder zur Rettung konkursiter Banken eingesetzt werden mussten. Und auch aus der Industrie kommen, anders als in zahlreichen Ländern, keine Subventionsbegehren. Ich bin überzeugt: Das schweizerische Bankensystem und auch der Werk- und Dienstleistungsplatz widerstehen dem Sturm einmal mehr.
Die Schweizer Banken gehören zu den bestkapitalisierten Instituten der Welt. Schon in der grossen Immobilienkrise der neunziger Jahre, wo über fünfzig Milliarden Franken Abschreibungen verdaut werden mussten, bedurfte es keines Steuerfrankens zur Rettung privater Banken.

Weltwoche 42/2008

Weltwoche 42/2008



Am Erscheinungsdatum dieses Berichts musste die UBS durch die SNB und den Bund gerettet werden.

Mein Portfolio 2008
Ich habe das Börsenjahr 2008 mit einem Minus von zirka 4% abgeschlossen. Wenn Sie die Bilanz meiner Anlageklassen lesen, so sehen Sie fast nur Verlierer. Nun bis und mit dem Lehman Brother Desaster vom 15.9.2008 besass ich einige Short-ETF auf unterschiedlichen Aktienindizes. Am 16.9.2008 habe ich meine letzte Shortposition verkauft, und habe danach langsam Long-Positionen in Aktien und Aktien-ETF aufgebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich über 3% im Plus, ich habe die Auswirkungen auf die Aktienkurse dieser Insolvenz völlig falsch eingeschätzt. Zudem brach der Kurs von Immoeast ab September richtiggehend ein.

Meine grössten Verlierer

Anlage Kurs vom 31.12.2008 2008
Immoeast Aktie Immobiliengesellschaft 0.46 -82.61
GBP Währung 1.5599 -30.67
EasyETF GSCI (USD) 35.6 -24.55

Fremdwährungen
Die Fremdwährungen haben mich im 2008 sehr viel Rendite gekostet. Wobei dies in der Zukunft sehr schnell wieder ändern kann, seit der Rettung der UBS durch den Bund und der Nationalbank glaube ich nicht mehr an die Zukunft eines noch stärkeren CHF. Die Schweiz setzt auf die Karte Hoffnung, diese könnte sich bei der möglichen nächsten Verwerfungen am Bankensystem als Trugschluss erweisen.

Währung Kurs vom 31.12.2008 2008 Gesamte Rendite
EUR 1.49 -9.29 -6.6%
GBP 1.5599 -30.67 -36.15%
USD 1.0677 -3.88 -5.1%

Den GBP hätte ich lieber nicht mehr in meinem Portfolio, ich glaube Grossbritannien wird eine schwere Wirtschaftkrise durchleben müssen.

Anleihen
Ich hatte bisher noch nie Staatsanleihen in meinem Portfolio, ich bevorzuge Unternehmensanleihen mit der Bonität Investement-Grade. Wie dem folgenden Chart entnommen werden kann, stürzten die Kurse dieser Unternehmensanleihen kurzeitig sehr stark ab.

iShares € Corporate Bond (DE0002511243)

iShares € Corporate Bond (DE0002511243)

Viele Börsenprofis preisen die Unternehmensanleihen für das 2009 an, ich bin der Meinung, dass diese Empfehlung zu spät kommt. Gute Kaufgelegenheiten für den Privatanleger gab es im September, Oktober und November des 2008. High Yield Unternehmensanleihen sollten der Privatanleger in Fonds oder vielleicht auch in einem ETF wie dem db x-trackers Itraxx Crossover 5-Year Total Return Index ETF (ISIN LU0290359032) kaufen. In den USA gibt es auch einige High Yield ETF, natürlich in USD. Wenn ich dieser Anlageklasse auch die Währungsverluste des GBP und EUR zu rechnen müsste, wäre die Bilanz auch nicht gerade positiv.

Aktien
Hier stehe ich mit allen meinen Aktien und Aktien-ETFs zwischen 2 bis 20% im Minus.

Immobilien
Mit Immobileinfonds habe ich im 2008 einige Gewinne verbuchen können, aber schon wie erwähnt war die Immobiliengesellschaft Immoeast die schlechteste Position in meinem Portfolio, daher ist auch in dieser Anlageklasse meine Rendite negativ.

Rohstoffe
Beim ZKB Gold ETF gab es leichte Verluste, vielmehr habe ich mit dem EasyETF GSCI verloren.

Sparkonto, Festgeld und Geldmarkt
Die aktuellen Anteile in Cash und Anleihen in meinem Portfolio haben etwa denselben prozentualen Anteil. Aufgrund der Zinssenkungen der SNB ist eine Festgeldanlage inzwischen unattraktiv, bei einem Sparkonto erhält man zurzeit höhere Zinsen. Eine Alternative für das Anlegen von EUR ist der db x-trackers EONIA Total Return Index ETF (LU0290358497) . Wobei dabei der Gewinn durch die Courtage und Eidg. Umsatzabgabe für eine Anlagedauer unter einem Jahr gering ausfällt.

Strukturierte Produkt und Wandelanleihe
Meine bedenken gegenüber strukturierte Produkte können Sie im Eintrag “Exchange Traded Funds (ETF) die Alternative zu Strukturierte Produkten und Aktienfonds” nachlesen. Trotzdem kaufte ich mir am 31.10.2008 zum ersten Mal eine Wandelanleihe, dies weil der Preis mit 96 deutlich unter 100 CHF lag. Eine Wandelanleihe unterscheidet sich aber zu einem strukturierten Produkt mit Kapitalschutz:

  • Wahrscheinlich sind die Wandelanleihen günstiger und sicherlich transparenter, was die Preisfeststellung und Bewertung anbelangt.
  • Zudem ist die Liquidität normalerweise einer Wandelanleihen die von vielen Marktteilnehmern gehandelt weit höher als bei einem strukturierten Produkt.

  • Dec 31 2008

    Prognosen der Börsenprofis für 2009

    Category: Prognose, Prognosen Profis 2009hugo @ 18:24

    In den letzten 80 Jahren, sanken die Kurse an der Schweizer Börse nur 2-mal in zwei aufeinander folgenden Jahren über 20%, dies geschah 1973/1974 sowie 2001/2002. Einige Börsenprofis üben sich nun nach zwei Jahren Fehlprognosen in Zurückhaltung. Obwohl die Aktienmarktexperten im 2007 und erst recht im 2008 richtig gehend daneben prognostiziert haben, versuchen sie es für das 2009 erneut. Die meisten Experten sagen auch für das 2009 steigende Aktienkurse voraus.

    Umfrage von Bloomberg bei den Marktstrategen für den S&P 500
    In den USA ist David Bianco der UBS sehr Bullish, in der Umfrage von Cash daily, siehe unten, wollte die UBS zum S&P 500 keine Angabe machen. Scheinbar ist es für die UBS nicht möglich weltweit mit einer Stimme zu sprechen. Schön zu sehen wie sich diese Herren für 2008 verschätzt hatten.

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    23.12.2008: Handelszeitung Nr. 52, “Die defensiven Titel gelten als Favoriten”
    Für die Schweizer Aktienmarktexperten ist der Index-Spielraum 2009 eng abgesteckt. Die Schätzungen für den SMI zum Jahresende schwanken zwischen 5500 und 6700 Punkten. Bevorzugt werden die grosskapitalisierten Aktien aus den defensiven Sektoren.

    Person Finanzinstitut SMI Jahresende SPI Jahresende SMI-Favoriten Schätzung SPI 2008 /
    Abweichung (Stand 30.12.2008: 4568)
    Roger M. Kunz Clariden Leu 6500 5500 Swisscom, Novartis, Roche, Nestlé 8200/  ~-44%
    Christian Gattiker-Ericsson Julius Bär 6300 5300 ABB, Syngentoa,Synthes 8100 / ~-44%
    Alfred Roelli Pictet & Cie 5500 4500 Nestlé, Roche, Novartis, UBS, CS, Zurich Financial, Swatch 7500 / ~-39%
    Panagiotis Spiliopoulos Vontobel Research 6700 5700 UBS, Holcim, Syngenta Schätzung damals durch
    Thomas Steinemann (5-9%) ~-35%
    Sven Bucher ZKB   5300 Auf SLI setzen. Aber interessant: Geberit, ABB, Holcim 7600 / ~-40%

    Ich habe zusätzlich noch die Spalte “Schätzung SPI 2008″ hinzugefügt, daraus ist ersichtlich wie sich die Herren für das Börsenjahr 2008 verschätzt haben.

    29.12.2008: Cash daily, “Europäische Aktien sind äusserst günstig bewertet”
    Der DJ Euro Stoxx 50 hat im 2008 rund 44% verloren. Den grossen Volkswirtschaften droht 2009 die schwerste Rezession der Nachkriegszeit, die Aussichten vor allem für die Realwirtschaft sind äusserst unsicher. Gemäss Clariden Leu präsentiert sich die Lage in Grossbritannien, Deutschland und Spanien besonders schlecht.

    Finanzinstitut Euro Stoxx 50 Empfehlungen für Top-Sektoren  Aktien
    Pictet 2500 Einergie, Konsum, pharma / ENI, Roche, Tesco
    Schroders 2600 k.A.
    Julius Bär 2700 Gesundheit, Konsum, (nicht zykl) / Danone, Novo, Nordisk, France
    Téléc.
    Sal. Oppenheim 2750 Alt. Energie, Telekom, Versicherer / Deutsche Telekom, Q-Cells, ZFS
    Sarasin 2900 Energie, Telekom, Versicherer / France Télécom, Munich Re, Total
    Clariden Leu 3000 Pharma, Telekom, Versorger / Deutsche Telekom, ENI, E.ON
    UBS k.A. Basiskonsum, Gesundheit, Telekom / Bayer, France Télécom, San.
    Aventis

    29.12.2008: Cash daily, “US-Börse erholt sich nicht vor Herbst”
    2009 wird vorerst weitergehen wie bisher – hohe Volatilität inklusive. Die Mehrzahl der befragten Analysten glaubt, dass die Erholung frühestens im zweiten Halbjahr einsetzen wird. “Die USA gerieten als Erste in die Krise, haben als Erste Massnahmen ergriffen und werden als Erste aus der Krise finden”, erklärt Willy Hautle, Chefökonom der Zürcher Kantonalbank. Mit der Erholung wird die Nachfrage nach Öl und damit der Ölpreis steigen. Das dürfte dem Energiesektor Auftrieb verleihen. Nach Einschätzung von Julius Bär wurde dieser Sektor im Jahr 2008 zu stark abgestraft und weist daher Aufwärtspotenzial auf. Weiniger optimistisch zeigt sich für 2009 die Privatbank Pictet. “Mit einer lang anhaltenden Erholung rechnen wir erst 2010″, sagt Alfred Roelli, Leiter Finanzanalyse.

    Finanzinstitut S&P 500 Ende 2009
    Sarasin 1100
    Clariden Leu 1050
    Julius Bär 1000
    Schroders 950
    Pictet 800
    UBS k.A.

    30.12.2008: Cash daily, “Bei Bonds liegen Anleger in neuen Jahr richtig”
    Staatsanleihen dürften auch im kommenden Jahr das “Flüchtlingslager des Kapitals” bleiben. Obwohl die Papiere sehr guter Schuldner wie Grossbritannien, Deutschland oder den USA aufgrund hoher Kursgewinne in den vergangenen Monaten derzeit wenig Rendite abwerfen wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Fast ebenso hart abgestraft wie Aktien wurden Unternehmensbonds im Jahre 2008. UBS hält die Korrektur für übertrieben. Anlagechef Alexander Kobler rechnet damit, dass Unternehmsanleihen 2009 überdurchschnittliche Erträge abwerfen. “Bonds sind für uns die attraktivste Anlageklasse”.

    Bank Staatsanleihen Anleihen (höchste Bonität) High Yield
    Clariden Leu
    Julius Bär
    Picet
    Sarasin
    Schroders
    UBS


    31.12.08-15.1.09: stocks, Seite 7, “Grosser Teil ist im Kursen eskompiert”

    Panagiotis Spiliopoulous, Head of Research, Vontobel: Wir sehen per Ende 2009 den SMI bei 6700 und den SPI bei 5700 Punkten. Für 2010 rechnen wir mit Ständen von 7700 und 6600 Zählern.

    Meine Prognose
    Ich wage keine Prognose, ich setze mich aber mit einem der möglichen Worst-Case-Szenarios auseinander, auch wenn Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering ist, aber wer hätte vor einem Jahren gedacht, dass die Schweiz einmal die UBS vor der Pleite retten muss?

    Die zwei Schweizer Bankenmonster
    Ich finde es schade, dass sich die UBS nicht von einer Bank wie der HSBC übernommen wurde, dies wäre mit Abstand die beste Lösung für die kleine Schweiz und die UBS gewesen. Ich glaube die Marke UBS und damit der Schweizer Finanzplatz hat sehr viel Vertrauen im Ausland verloren. Wenn ich ein reicher Südamerikaner wäre und meine Gelder aus korrupten Geschäften verstecken müsste, würde ich das Geld in den asiatischen Raum bringen. Falls die Finanzkrise sich ausweitet, wird es für die beiden Schweizer Grossbanken sehr schwierig. Ein Konkurs einer der beiden Grossbanken würde das definitive Ende des Finanzplatzes Schweiz bedeuten. Damit würde die Schweiz die gleiche Route wie Island beschreiten, allerdings wird Island von der EU geholfen der Schweiz würde niemand helfen, sicher auch nicht die USA, wo sich die beiden Banken verspekuliert haben. Daher sehe ich den in den letzten Wochen erstarkten CHF als eine mögliche zukünftige Verliererwährung.

    Von den Schweizer Politiker kann man definitiv nichts Kluges erwarten, sich haben sich zusammen mit den beiden Grossbanken schon im Swissair-Debakel als unfähig erwiesen. Mit dem Rettung der UBS durch die Nationalbank und des Bundes, spielt die Schweiz mit dem Feuer, sie ist viel zu klein für ihr überdimensioniertes Banksystem, siehe Graphik der New York Times.

    Die Wirtschaftsministerin Leuthard spricht beim Stabilisierungsprogramm für die UBS von einer Wandelanleihe und einem Kredit. In Wirklichkeit handelt sich um eine Pflichtwandelanleihe und damit trägt der Bund ein Aktienrisiko, somit ist es auch kein Kredit, vielmehr ist es eine spekulative Investition. Ein weiterer Beweis für die Inkompetenz unseres Bundesrates, es ist tragisch zu sehen, dass solche unfähige Filz-Politiker mit dem Schicksal der Schweiz spielen.

    US-Immobilienmark
    Aus dem US-Immobilenmark kommen noch immer schlechte Zahlen, siehe S&P Case Shiller und Verbrauchervertrauen mit neuen Tiefs, dies wird sich weiterhin negativ auf den US-Konsum auswirken.

    Ich glaube die meisten westlichen Grossbanken sind klinisch tot und der Wirtschaft nicht mehr nützlich - sie kosten den Steuerzahler nur noch viel Geld. Es könnte in der nahen Zukunft in einigen westlichen Ländern auch zu sozialen Unruhen kommen, schliesslich wurde die arbeitende Bevölkerung von der Wirtschaftselite und deren Filz-Politiker über das letzte Jahrzehnt hinweg belogen und betrogen.

    Vielleicht sehe ich, die Zukunft durch meine “Bärenbrille” zu schwarz?


    Dec 27 2008

    Anlageklasse Immobilien

    Der wichtigste Vermögenswert der Schweiz sind Immobilien. Sie machen mit einem geschätzten Volumen von 2500 Mrd CHF gut die Hälfte des gesamten physischen Kapitals hierzulande aus.

    Ich fühle mich mit der Anlageklasse Immobilien sehr wohl, daher ist sie bei mir die bevorzugte Investition. Natürlich kann das gesamte Anlagevermögen eines Investors im Eigenheim stecken, dann erübrigen sich oftmals andere Anlageklassen. Die Sparkontozinsen in der Schweiz sind sehr tief, demgegenüber sind die Hypotheken preisgünstig. Somit zahlt der Anleger den “ruhigen Schlaf”, bei einem Sparkonto mit einer miserablen Rendite. Immobilien eignen sich sehr gut als zusätzliche Asset Klasse in einem gemischten Portfolio.

    Direkte Immobilienanlage
    Beim Erwerb einer Immobilie durch den Investor spricht man von einer direkten Immobilienanlage, bekannte Form ist die selbst bewohnte Liegenschaft. Eine andere bekannt Form ist der Erwerb eines Mehrfamilienhauses, für viele Anleger aber unerschwinglich. Der Kauf oder Verkau einer Immobilie kann mehrere Monate dauern und die Transaktionskosten sind in der Regel hoch, daher gilt die direkte Immobilieanlage als illiquide.

    Indirekte Immobilienanlage
    Mit einem kleinen Budget kann sich der Investor an Immobilien über einen Immobilienfonds oder Immobiliengesellschaft beteiligen. Sowohl die Fonds wie auch Gesellschaften werden täglich an der Börse gehandelt und somit ist die Liquidität sehr hoch.

    Immobilienfond

  • Mit den Fondsanteilen wird der Anleger Miteigentümer an den Liegenschaften.
  • Immobilienfonds unterliegen dem Kollektivanlagegesetz und unterliegen damit der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission.
  • Dank Börsenkotierung ist der Kauf oder Verkauf von Anteilen jederzeit möglich. Die offenen Schweizer Immobilienfonds lassen sich an der Swiss Exchange (SIX) handeln.
  • Je nach Wahl des Fonds erfolgt die Übergewichtung von Wohnimmobilien bzw. Geschäftsimmobilien.
  • Immobilienfonds werfen eine Ausschüttungsrendite von zirka 3.5% pro Jahr ab.
  • Weil die Entwicklung der Immobilienmärkte nicht nur von den Finanzmärkten abhängt, bieten Immobilienfonds eine gute Möglichkeit zur Risikominderung und Ertragsstabilisierung des Gesamtportfolios.
  • Bereits ab weniger als hundert Franken ist ein Engagement im Schweizer Immobilienmarkt möglich. Zudem sind die Transaktionskosten im Verhältnis zu Direktanlagen sehr tief.
  • Immobiliengesellschaft

  • Die Immobiliengesellschaften investieren überwiegend in Geschäftsliegenschaften.
  • Einige Immobiliengesellschaften schütten die Gewinne in Form von Nennwertrückzahlungen aus, diese sind steuerfrei.
  • Real Estate Investment Trust (REIT)
    Erstmals tauchten REIT um 1960 in den USA auf. Heute wird diese Anlageform in allen grossen Immobilienmärkten angeboten, seit 2006 auch in Deutschland. Rund um die REIT ist eine ganze Produktfamilie mit Indexfonds, Zertifikaten und Optionen entstanden. REIT sind Kapitalgesellschaften, die Immobilien besitzen, verwalten oder finanzieren und einen Grossteil ihres Gewinnes als Dividende ausschütten – auf Ebene der Gesellschaft steuerfrei. In der Schweiz fehlen jedoch bisher die gesetzlichen Grundlagen für REIT. IShares ist mit fünf ETF auf REIT an der SIX vertreten.

    Was ist zu beachten

  • Mit einem Immobilienfonds lässt sich in der Regel nur über eine längere Zeit die durchschnittliche Rendite erwirtschaften. Daher sollte der Anlagehorizont fünf Jahre oder mehr betragen.
  • Immobilienfonds deren Börsenkurs weit über den Inventarwert der Immobilien (NAV) liegen, sollten gemieden werden.
  • Meine Empfehlung
    Ich habe eine sehr schlechte Erfahrung mit einer Immobiliengesellschaft gemacht. Daher empfehle ich den Kauf von Anteilen an einem Immobilienfonds, diese sind transparenter und unterliegen strengen gesetzlichen Vorschriften. Die Rendite/Risikoeigenschaften von Immobilienfonds liegen irgendwo zwischen Obligationen und Aktien.

    IShares MSCI World im Vergleich mit Immobilienfonds

    IShares MSCI World im Vergleich mit Immobilienfonds

    Im obigen Chart ist der Kursverlauf des IShares MSCI World im Vergleich mit einigen an der SIX gehandelten Immobilienfonds dargestellt. Die Kursausschläge sind erheblich kleiner als die des Aktienindexes.

    Kursverlauf UBS Property Fund - Léman Residential "Foncipars"

    Bei Immobilienfonds wird im Allgemeinen die Dividende einmal pro Jahr bezahlt. In obigen Chart erfolgten die Dividendenzahlung des UBS Léman Residential “Foncipars” in den Monaten März oder April, damit kann der Kurs um diese Dividendenzahlung fallen.


    Dec 26 2008

    Exchange Traded Funds (ETF) die Alternative zu Strukturierte Produkten und Aktienfonds

    Eine Auswertung der BILANZ (21/2008) zeigt, dass Mitte November 80 Prozent der 2877 an der Schweizer Börse kotierten Barrier Reverse Convertibles die Schutzschwelle verletzten und so für ihre Besitzer zum Verlustgeschäft wurden. Von den 2314 betroffenen Produkten durchbrachen mehr als die Hälfte in den ersten Oktobertagen die Auffangnetze. Bei all diesen Produkten steht nun die Auslieferung des schlechtesten Basiswerts oder eine entsprechende Barauszahlung an. Besonders gross ist der Ärger, wenn für die Aktienlieferung auch noch Börsenabgaben und Courtagen fällig werden.

    Gemäss der Handelszeitung 47/2008 buchte die strukturierten Produkte im Oktober 2008 ein Umsatzrückgang von 13%, hingegen notierten ETF mit 7.6 Mrd Fr. gar ein Allzeithoch. Der Trend geht zu flexiblen, kostengünstigen und vor allem transparenten Produkten. Laut Bloomberg stieg das weltweite Handelsvolumen aller ETF-Anbieter im September mit 96.3 Mrd Euro pro Tag im Jahres-Vergleich um knapp 130%. Laut dem FWW-Fonds-Factbook 2007/2008 gingen die Gesamtkosten bei den Indexfonds im Schnitt um 0.04% zurück, dagegen stiegen die Kosten für alternative Fonds um 0.87%.

    Leider haben die Europäer gegenüber den US-Amerikanern die Vorteile des passiven Investmentprodukte noch nicht erkannt. Beispielsweise werden in Deutschland nur 10% der Vermögensanlagen passiv verwaltet, in den USA liegt diese Quote etwa bei 35%. Offensichtlich glauben noch immer viele Europäer fälschlicherweise, dass aktiv gemanagte Aktien- oder Obligationenfonds eine Mehrrendite erwirtschaften.

    Dann doch lieber ein Hedgefonds als ein strukturiertes Produkt
    Auszug aus: Wegelin und Co., Anlagekommentar Nr. 260 vom 9. Dezember 2008
    Was sind aber die Alternativen zu Cash? Hedge Fonds? Können wir abhaken. Ausser die paar ganz wenigen, die sich strikt an das Gebot von Transparenz und Liquidität gehalten haben, darf man die meisten Hedge Fonds getrost dem Abfalleimer der Finanzgeschichte anvertrauen.
    Wegelin und Co. ist stark in strukturierte Produkte engagiert, daher vielleicht die etwas zu negative Einstellung gegenüber den Hedgefonds. Ich persönlich würde auch nach dem Madoff Milliarden-Schneeballsystem, wessen Opferliste länger wird, alle Dach-Hedgefonds oder Einzel-Hedgefonds schon tot reden.
    Vielleicht werden aufgrund der jüngsten Madoff-Vorfälle die Hedgefonds besser reguliert. Ob die bisherige Geheimniskrämerei der Hedgefonds-Manager über ihre Strategie auch in der Zukunft aufrecht behalten werden kann – ich bezweifle es.

    Einige Probleme der strukturierten Produkte
    Fehlendes Beraterwissen: Doch gerade mal 16 Stunden werden bei den Schweizer Banken laut einer Umfrage der Universität Zürich in die Ausbildung der Kundenberater für strukturierte Produkten investiert. Dabei ist die Rolle des Kundenberaters von zentraler Bedeutung. 70% der Anleger investieren in strukturierte Produkte durch Vermittlung von Beratern. Die Kunden vertrauen den Empfehlungen, weil sie die Produkte generell als kompliziert beurteilen.

    Zu kompliziert: Neue Produkte werden wieder einfacher konstruiert und dabei wird auf bekannten Basiswerten gebaut. Noch bis in die erste Hälfte 2007 gehörten Gold oder Währungen zu den häufigsten Basiswerten für strukturierte Produkte. Natürlich lassen sich im aktuellen Marktumfeld mit dieser hohen Volatilität, beispielsweise attraktive Barrier-Reverse-Convertible auf einem einzelnen Basiswert wie etwa dem SMI konstruieren. Noch bis vor einem Jahr konnte der Anleger nur Multi Barrier-Reverse-Convertibles einen hohen Zinscoupon erreichen.

    Versteckte Gebühren: Den Banken kommt entgegen, dass für die meisten strukturierten Produkte kein liquider Markt besteht. Zudem machen sich die Banken den Umstand zu Nutze, dass die meisten Anleger nicht beurteilen können, ob es sich um einen fairen Marktpreis handelt. Sie erhalten keine detaillierten Informationen die mathematischen und statistischen Grundlagen, die die Bank zur Preisbildung verwendet. Das Transparent besteht nur beim Auszahlungsdiagramm des Produktes, d.h. der Kunde weiss bei welchen Szenarien er Verluste bzw. Gewinner erzielen kann. Fachleute schätzen, dass strukturierte Produkte unter dem Strich durchschnittlich 3% pro Jahr kosten. Sie sind damit deutlich teurer als die meisten Anlageformen.

    Gegenparteirisiko: Mit dem Ausfall der Emittentin Lehman Brother, wurde den Anlegern von strukturierten Produkten bewusst, dass bei diesen Anlageprodukten ein Gegenparteirisiko besteht. Bei ETF ist das Gegenparteirisiko sehr beschränkt. Wird der Index mit Full-Replication nachgebildet, so kann ein Gegenparteirisiko ausgeschlossen werden. Gewisse Indizes lassen sich aber nur ungenügend mit Full-Replication nachbilden, daher kommt eine synthetische Replikation zur Anwendung. Bei diesem Swap-Ansatz besteht ein Gegenparteirisiko, dieses ist jedoch auf maximal 10% beschränkt und in der Praxis beträgt es zwischen 2 und 7%. Es gibt aber auch ETF-Anbieter wie Lyxor und db x-trackers, welche den Swap-Ansatz grundsätzlich bevorzugen.

    Die Unwissenheit eines Marc Zahn
    Der scheidende CEO der Derivat-Börse Scoach, weiss nicht, dass mit ETFs auch auf fallende Märkte spekuliert werden kann. In der Handelszeitung 50/2008 antwortete er auf die folgende Frage:
    Gar kein Gegenpartrisiko bieten ETF. Sie haben in den letzten Monaten stark zugelegt. Eine Gefahr für strukturierte Produkte?
    Zahn: Nein. Wir waren in den letzten zwei, drei Jahren im ganzen Finanzsektor die schnellwachsende Asset-Kategorie. Im Augenblick ist das der ETF. Das kann sich aber auch ändern. Mit ETF können Sie nur auf steigende Märkte setzen, mit Derivaten jedoch jede Marksituation abbilden.

    DJ EURO STOXX 50

    DJ EURO STOXX 50

    Es gibt auch Short-ETFs, im obigen Chart ist beispielsweise der db x-trackers DJ EURO STOXX 50 SHORT ETF abgebildet. In Europa sind diese Short-ETF noch nicht so zahlreich verbreitet, hier ist die Entwicklung in der USA weiter vorgeschritten, sie ProShare.

    Marc Zahn sollte sich vielleicht auch einmal mit der Welt ausserhalb der strukturieren Produkte auseinander setzen. Für mich ist klar, nirgends kann mit sowenig Wissen so viel verdient werden wie in der Finanzindustrie, dort scheint es wirklich eine Ansammlung von gut verdienenden Unwissenden zu geben.


    Nov 30 2008

    Mein Portfolio, Anlagefonds und Prognosen

    In der letzten Handelswoche vom November 2008 fand gemäss Bloomberg mit 12% der grösste Kursanstieg des S&P 500 seit 34 Jahren statt. Beim MSCI World Index waren es mit 12% gar der höchste Kursanstieg sein 1970, siehe “U.S. Stocks Gain, Capping S&P 500’s Best Weekly Rise Since 1974“.

    Meine bisherige Performance im 2008
    Zurzeit bin ich in etwa mit 18% in Aktien investiert und habe noch den Short ETF DB X-TR EURO STOXX 50. Dieser Short-ETF dient der Aufrechterhaltung meiner Strategie, die ich im meinen Blogeintrag “Mein Portofolio 2008” erklärte. Im November habe ich keine Aktien bzw. Aktien-ETF gehandelt, mein Focus lag auf den Unternehmensanleihen, mit der Ausnahme, dass ich leider meinem Flop, siehe unten - noch gutes Geld nachgeworfen habe. Mein Portfolio ist YTD immer noch zirka 3% im Minus.

    Mein erster grosser Flop
    Immoeast ist bisher mein grösster Flop, da habe ich mich völlig vergriffen, siehe “Immoeast: 900 Millionen von der Börse landeten in Liechtenstein“. Hier droht der erste Totalverlust, ohne diese Immoeast-Transaktionen wäre mein Portfolio sogar leicht im Plus. Nun ist es leider nicht so und ich zahle einen schönen Beitrag an diesen Österreichischen Wirtschaftskrimi. In der Zukunft werde ich bei der Asset-Klasse Immobilien, nur noch in Immobilienfonds oder in Schweizer Immobiliengesellschaft investieren.

    Anlagefonds
    Im 3. Quartal 2008 hat sich das in der Schweiz plazierte Fondsvermögen um 16 Milliarden auf 510 Milliarden CHF reduziert, dabei waren die Aktienfonds am stärksten davon betroffen. Ich gehe hier nur auf die zwei unterschiedlichen Anlageprodukte 130/30 und Absolute-Return-Fonds ein. Bei den Fondsgesellschaften hatten diese eher jungen Produkte bis vor ihrem Absturz einen reisenden Absatz.

    130/30-Fonds
    Gemäss dem Cash daily vom 26.11.2008 ist die Bilanz dieser Produkte miserabel. Der UBS Key Selection US Equities 130/30 (USD) B (LU0300928990) beispielsweise hat im Oktober 23% an Wert verloren, sein Vergleichsindex dagegen “nur” 17%. Beim Select Fund Swiss Equities 130/30 der Credit Suisse (CH0017229615) belaufen sich die Verluste seit Anfang Jahr bis Ende Oktober auf 29%. Der Vergleichsindex liegt 27% im Minus.

    Absolute-Return-Fonds
    Dem Versprechen unabhängig vom Marktumfeld stets eine positive Rendite zu erzielen wurden diese Anlagevehikel nicht gerecht. Die UBS und CS liquidierten teilweise diese Fonds, siehe “Nach der CS schliesst auch die UBS Anlagefonds“. Ich dachte immer, nur die finanziell besser gestellten Privatanleger bekommen die einträglicheren Anlageprodukte. Dies ist scheinbar nicht so, hierzu meine indirekte Erfahrung zu einem Absolute-Return-Mandate der UBS.

    Im Mai 2007 gab es in Thun eine UBS-Veranstaltung die den Privatanleger ihre Absolute-Return-Mandate näher brachte. Ich habe danach im Juli 2007 eine ausführliche Dokumentation einer solchen Anlage gesehen, diese wurde mir von einer nahestehenden Person zur Begutachtung unterbreitet. In der SonntagsZeitung vom 16.11.2008 las ich im Artikel “Absolute-Return-Mandate: Kündigungen bei UBS“, dass der Defensive bei minus 16.8% und der Aggressive gar bei minus 26% lag. Diese Vermögensverwaltungsmandate stehen dem Kunde ab einem Vermögen von 250‘000 CHF zur Verfügung. Was mich nebst der hohen negativen Rendite noch mehr erstaunt, sind die versteckten hoben Gebühren die scheinbar bis zu 4% betragen können, bei der Durchsicht dieser unfangreichen Anlagedokumentation wäre ich nie darauf gekommen, dass in diesem Fonds solche Kosten versteckt sind. Ein solches Anlageprodukt würde ich aus heutiger Sicht niemals empfehlen.

    ETF und nochmals ETF
    Immer mehr Privatanleger wird bewusst, dass sich von ihren Anlageberatern abgezockt werden. Die meisten der teuren Anlagefonds die den Markt nicht schlagen sollte kein vernünftiger Anleger mehr kaufen. Fast alle Aktienfonds haben einen Benchmark den sie schlagen wollen. Wenn beispielsweise ein Aktienfonds den MSCI World als Benchmark hat und dieser 50% in Minus steht wird der Aktienfonds mit 80% Wahrscheinlichkeit auch 50% und mehr im Minus stehen. Nun gibt es Produkte wie Absoulte-Return-Fonds die nicht versuchen einen Benchmark zu schlagen, sondern wie oben erwähnt, in jedem Marktumfeld eine positive Rendite zu erzielen. Wegen dem starken Herdenverhalten der Fonds-Manager bleibt auch dies Wunschdenken, die einzige Alternative sind für mich die Hedgefonds, wobei ich hier andere Vorbehalte habe. Es gibt nur noch wenige Gründe einen Aktienfonds oder die oben genannten Fonds zu kaufen, viele Anlagethemen werden heute viel günstiger und transparenter von ETFs abgedeckt.

    Viele Anleger glauben noch immer, Geld zu investieren sei kompliziert und überlassen so die Geschicke ihrer Geldanlagen den sogenannten Finanzprofis, die oftmals vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen bzw. vor lauter Retrozessionen und Provisionen die Interessen des Kunden vernachlässigen.

    Wir haben ein Abstimmungswochenende, ich glaube den Inhalt dieser Abstimmungen zu verstehen um die richtige Wahl zu treffen ist weitaus schwieriger als einen ETF auszuwählen und an den Aktienbörsen zu handeln.

    Prognosen der Finanzprofis
    Hier eine Auflistung einiger Prognosen der Finanzprofis. Die Prognosen wurden im Oktober und November gemacht:

    14.10.2008: Cash daily “Das Kursfeuerwerk wird verglühen”

    Philipp Bärtschi, Aktienstratege Bank Sarasin: Die Erholung ist nicht nachhaltig.
    Dietmar Lohrmann, Chef Worldwide Equity Research: Erholungsrally dauert höchstens vier Wochen. Seine Prognose sieht den SMI gar auf 900 Punkte fallen.

    Christian Gattiker, Leiter Research Julius Bär: Er glaubt, dass die bisherigen Tiefstände nochmals erreicht werden.

    29.10.008: Handelszeitung Nr. 44 “Markt wird 30 Prozent steigen”
    Siehe “Markt wird 30 Prozent steigen

    13.11.2008: Cash daily “Der Wendepunkt ist schon erreicht”
    Nigel Bolton, Europa-Aktienchef, Blackrock: Für das vierte Quartal 2009 prognostiziert Bolton ein erneutes Wachstum der europäischen Wirtschaft. Die Aktienmärkte in Europa haben sich in der Vergangenheit immer sechs bis neun Monate vor der Konjunktur erholt. Europäische Titel seien derzeit günstiger bewertet als US-Amerikanische Aktien.

    24.11.2008: Cash daily “Noch sind Aktien keine Schnäppchen”
    Philipp Bärtschi, Aktienstratege Bank Sarasin: Die Preise am Aktienmarkt sind fair, aber nicht günstig. Er geht davon aus, dass erst im zweiten Quartal 2009 eine Wende der vorauslaufenden Indikatoren stattfinden und damit mehr Optimismus für den Gewinnausblick herrscht.

    Roger Kunz, Chefstratege Clariden Leu: Im kommenden Jahr werden durch eine Verschlechterung der Fundamentaldaten noch weitere Gewinnrevisionen anstehen.

    Meine Prognose
    Die Wirtschaftsaussichten sind düster, daher müssten die Aktienkurse die bisher gesehenen Tiefs nochmals unterschreiten. Aber wenn Philipp Bärtschi davon spricht, dass wir den Boden noch nicht gesehen haben, bekomme ich bestimmte Zweifel ob wir die Tiefs nochmals sehen werden. Mir ist es ziemlich egal ob es an der Börse nach unten oder nach oben geht, meine Strategie ist für beide Richtungen ausgelegt. Gehen die Kurse nach unten, werde ich weiter meine Aktienposition ausbauen und geht es weit nach oben, werde ich meine Aktienposition abbauen.

    Natürlich wünsche ich mir, dass sich die Wirtschaft so schnell wie möglich erholt und nur wenige Menschen der Realwirtschaft ihre Arbeit verlieren. Anderseits bin ich sehr froh wenn die Banken Zigtausende von ihren für die Realwirtschaft unnötigen Bankangestellten abbauen.


    Nov 23 2008

    Darlehen ungleich Pflichtwandelanleihe

    Category: Börse / Börsenhandel, Crash und kritischeshugo @ 16:06

    Beim Lesen der Sonntagszeitung bin ich vorhin auf die Aussagen von Herrn Daniel Zuberbühler gestossen, siehe “UBS-Tief: Signal für mehr Staatshilfe” (Online nur Kurzform) . Ich bin dem Direktor der Eidgenössischen Bankenkommission dankbar, wenigstens einer der die Krise nicht noch versucht schön zu reden.

    Leider haben wir heute sehr viele Politiker die uns immer wieder belügen. Beispielweise sprechen Herr Chritoph Blocher oder auch eine Frau Gabi Huber bei der 6 Milliarden Pflichtwandelanleihe von einem Darlehen des Bundes an die UBS. Eine Pflichtwandelanleihe hat mit einem Darlehen wenig bis überhaupt nichts zu tun, sie trägt ein bestimmtes Aktienkursrisiko. Wahrscheinlich ist der Singapurer Staatsfonds Government of Singapore Investment Corp. (GIC) heute mit seiner Pflichtwandelanleihe mit der UBS nicht sehr glücklich. Es ist dasselbe Konstrukt wie der Bund eingegangen ist, aber mit anderen Parametern.

    In Deutschland definiert sich ein Darlehen wie folgt:
    Ein Darlehen ist die Hingabe von Geld oder anderen vertretbaren Sachen mit der Verpflichtung des Darlehensnehmers, zu einem späteren Zeitpunkt Geld beziehungsweise Sachen gleicher Art, Güte und Menge zurückzugeben.
    Charakteristisch für ein Darlehen ist die langfristige Laufzeit und die einmalige Auszahlung der gesamten Summe. Diese kann entweder zu einem Zeitpunkt komplett oder mit Hilfe eines Tilgungsplans zurückgezahlt werden.

    Die Bundesräte wie Pascal Couchepin oder Evelin Widmer-Schlumpf reden nur von den 12.5% Zins ohne dabei das eingegangen Risiko zu erwähnen.

    Bei der FDP Schweiz liest man unter “Notwendig, vernünftig, kohärent - Ja zu den Massnahmen gegen die Finanzkrise” folgendes:
    Bei der Pflichtwandelanleihe des Bundes handelt es sich wiederum um eine rentable Anlage, weil dessen Zinsen bei 2,5 Sätzen über den Marktkonditionen festgelegt wurden. Dies wird dem Staat pro Jahr ca. 750 Millionen einbringen.

    In keinem Wort wird auf das Risiko dieser Pflichtwandelanleihe eingegangen. Mit dieser Pflichtwandelanleihe wird wohl die UBS dem Bund kein Geschenk gemacht haben, vielmehr wurden wahrscheinlich die Konditionen aufgrund von Modellen berechnet, was zu diesem fairen Preis führte.

    Auch bei der SNB-Zweckgesellschaft sprechen die Schweizer Eliten gar von einem Gewinn.

    Zurzeit sieht die Wahrheit anders aus, der ABX-Index ist völlig eingebrochen und damit auch die verbrieften US-Wohnhypotheken in der SNB-Zweckgesellschaft und wenn ich mich nicht verrechnet habe, so würde der Bund beim aktuellen Aktienkurs der UBS mit ihrer Pflichtwandelanleihe einen Verlust von einigen 100 Millionen einfahren, was hat dies mit einem Darlehen zu tun?

    Für mich ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit unserer Schweizer Spitzenpolitiker bzw. für ihre Lügenpolitik. Ist der Politfilz in der Schweiz so dick oder ist ihnen für den Schutz des Schweizer Bankgeheimnis bzw. des Schweizer Finanzplatzes jede Lüge recht?


    Nov 16 2008

    Schweizer Politiker sind verliebt in Banalpolitik und überfordert von der Finanzkrise

    Category: Börse / Börsenhandel, Crash und kritischeshugo @ 16:53

    Ich hatte schon einige Male das Gefühl ich sei der Einzige der die SNB-Zweckgesellschaft in Frage stellt. Es gibt nun mit Volker Grossmann und David Stadelmann auch Ökonomen, welche das Schweizer Stabilisierungspaket des Finanzsystems aus einem kritischen Blick betrachten.

    Diese Woche gab Bundesrat Samuel Schmid seinen Rücktritt bekannt. Wahrscheinlich sind die Politiker froh, dass sie sich in den nächsten paar Wochen nicht mit der anspruchsvollen Sachpolitik wie der Finanzkrise konfrontiert werden. Für den Schweizer Politiker ist es geistig viel leichter über die Nachfolger/in von Bundesrat Schmid zu debattieren als seine Unkenntnisse über die aktuelle Finanzkrise zur Schau stellen zu müssen.

    Ich hatte mir vorgenommen nicht mehr über den UBS-Rettungsplan zu schreiben. Wenn ich aber unsere finanztechnisch naiven Politiker und teilweise auch SNB-Direktoren höre, kann ich es nicht unterlassen meine Bedenken nochmals zu äussern. Für mich haben viele unserer politischen Eliten, ein Investmentniveau was bestenfalls für die Adressenkartei des ehemaligen Basler Financier Dieter Behring taugt.

    In “Die UBS beansprucht nun doch Staatshilfe” sind gemäss der Aussage von EBK-Präsident Eugen Haltiner die Subprimepapiere zu 90% und ALT-A um die 60% von der UBS abgeschrieben worden. Viele Schweizer Politiker gehen noch immer davon aus, dass Hypotheken-Papiere nie zu 100% abgeschrieben werden müssen. Dies mag für Pfandbriefe oder auch ähnliche Konstrukte zutreffen, nur handelt es sich bei diesen verbrieften Papieren um eine komplizierte Verbriefung von Hypotheken. Von der Khan Academy gibt es auf You Tube Videos die komplizierte Dinge einfach erklären, wie beispielsweise

    Why these CDOs could be worth nothing

    In der SonntagsZeitung vom 16.11.2008 wird im Artikel “Noch ist Zeit umzudenken” der UBS-Plan kritisch beleuchtet. Die beiden oben benannten Ökonomen haben bemerkt, dass die Schweiz als einziges Land, den von US-Finanzminister Henry Paulson vorgeschlagenen Plan umsetzt. Henry Paulson selbst verfolgt seinen ursprünglichen Plan mit dem aufkaufen der faulen Bankkrediten nicht mehr. Die Autoren sehen auch, dass die Immobilienpreise ein Abwärtspotenzial von 25% haben können, was den Schweizer Steuerzahler zirka 15 Milliarden kosten würde.

    Beim ursprünglichen Paulson Plan verfolgte ich teilweise die Diskussion in den USA über die Ermittlung der Preise der faulen Wertpapiere. Die zwei Autoren erkennen dieses Problem auch für die SNB-Zweckgesellschaft:

    Entscheidend ist der Preis, zu dem die Wertpapiere abgenommen werden. Werden die Papiere zum derzeitigen risikoadjustierten Wert – den “fair value” des Marktes – von der Nationalbank übernommen, stürzt die UBS weiter in die Krise. Die Wertpapiere müssen also zu einem höheren Preis gekauft werden, um die Probleme der Bank zu lösen. Die ist aber eine Umverteilung vom Steuerzahler zur UBS, da die Bank keine Gegenleistung erbringen muss.

    Diese Problematik des ursprünglichen Paulson Planes wurden sofort von der US-Presse und den US-Politikern aufgeworfen. In der Schweiz scheinen unsere Politiker und Wirtschaftsleute dieses Problem nicht einmal zu erkennen. Ich bin schon erstaunt wie verantwortungslos die schweizerische Exekutive mit unseren Steuergeldern beim UBS Stabilisierungsprogramm umgeht.

    Die beiden Ökonomen sehen andere Formen von Hilfe für die UBS, beispielsweise die Beteiligung des Staates durch Aktien mit Stimmrecht.


    UBS-Rettungsvehikel schon unter Wasser

    Gemäss der SonnagsZeitung vom 16.11.2008 steht die SNB-Zweckgesellschaft schon mit einer Milliarde USD im Minus. Damit ist der 6 Milliarden USD Puffer der UBS schon im ersten Quartal dieses Rettungsvehikel verbrannt worden. Wie heisst es so schön: Privatisierung der Gewinne, Sozialisierung der Verluste.

    Die Schweizer Bevölkerung
    65% der Schweizer wollen dieses Stabilisierungsprogramm nicht, siehe “Zwei von drei Schweizern gegen das UBS-Rettungspaket“.


    Nachtrag 22.11.2008:

    Gemäss dem BusinessWeek vom 24.11.2008, haben die 10 grössten Investment Banken im Jahr 2006 für über 1.5 Billionen USD Mortgage-Backed Securities verkauft. Im Jahre 2000 waren es noch bescheidene 245 Milliarden USD. Im Jahre 2006 war die Wall Street richtig süchtig nach Subprime Hypotheken, diese hatten die höchsten Zinsen und waren die profitabelsten. Ein interessanter Artikel, siehe “Sex, Lies, and Subprime Mortgages“.


    Nov 10 2008

    Mein Portfolio 2008

    Category: Börse / Börsenhandel, Meine Strategiehugo @ 18:55

    Meine letzten bedeutenden Transaktionen
    Bis zur Lehman Brother Insolvenz war mein Portfolio 3% im Plus. Am 16.9.2008 verkaufte ich meine letzten Anteile am ETF Proshare Short S&P 500.
    Am 26.9.2008 kaufte ich den iShares MSCI World, dies weil der MSCI World um mehr als 25% unter seinem bisherigen Höchststand lag. Diese 25% Regel habe ich mir anfangs Jahr auferlegt.

    Ich habe nicht damit gerechnet, dass der MSCI World noch weiter so stark einbrechen würde. Der iShares MSCI World erreichte seinen bisherigen Tiefstand am 27.10.2008 mit USD 17.75. Damit kaufte ich bei der ersten Transaktion zu viele Anteile dieses ETF.

    Zwischenzeitlich lag die Performance meine Portfolios fast 5% im Minus, auch weil die Obligationen die ich halte, teilweise sehr stark eingebrochen sind. Mein Portfolio hat sich seit dem Tief zum Teil erholt und ich bin zurzeit knapp 2% im Minus. Diese negative Rendite gefällt mir überhaupt nicht, ich habe den Anspruch in jedem Jahr eine positive Rendite über einer sicheren Anlage zu erzielen. Jedoch muss ich kurzzeitig eine negative Rendite akzeptieren, da ich bei fallenden Kursen mein Aktienportfolio ausbaue, den Boden werde auch ich nicht finden. Anfangs Jahr habe ich beschlossen nicht einen Benchmark als Massstab für meine eigene Performance zu nehmen, weil ich nicht von steigenden Aktienkursen ausging.

    Marktlage
    In die Märkte welcher der Privatanleger direkt investieren kann, gab es in den letzten Jahren bzw. Monaten einige Blasenbildungen. Letztlich gab es in diesem Jahr beispielsweise noch die Rohstoffblase die dann auch platzte.

    Blase Geplatzt Datum Ereignis
    US-Hypothekenmarkt Juni 2007 Moody’s stuft 131 Ratings von Asset-Backed Securities (ABS) aus dem Subprime-Markt herunter. Weitere Überprüfungen werden angekündigt.
    Aktien Oktober 2007 Höchststände wurden erreicht.
    Öl und Soft Commodities Juli 2008 Höchststände wurden erreicht.
    Corporate Bonds September 2008 Obligationen wie beispielsweise von GE oder BMW sind stark gefallen.
    Carry Trades September 2008 Nach der Lehman Brother Insolvenz, legte der Yen gegenüber den anderen Währungen stark zu - wahrscheinlich aufgrund der Auflösung von Carry Trades.
    Immobilien Oktober 2008 Einige Immobilienfonds Europas wurden "eingefroren", d.h. keinen Handel mehr.

    Aus meiner Sicht war der YEN gegenüber den anderen wichtigen Währungen zu schwach, diese Verzerrung ist jetzt mit dem Auflösen der Carry Trades verschwunden. Auch Gold wurde seinem Ruf als Asset für die Krise nicht gerecht. Fast alle Asset Klassen korrelieren seit dem Lehman Brother Bankrott sehr stark zu einander und die von den Finanzmathematiker gern verwendete Normalverteilung ist für die momentanen Marktlage untauglich. Damit ist auch die Portfolio-Optimierung die auf normalverteilte Vermögenswerte basiert hinfällig. Somit ist die Asset Allokation in diesem Marktumfeld nicht unbedingt der Schlüssel zum Erfolg.

    In den letzten Wochen übergewichte ich Corporate Bonds in meinem Portfolio, da ich diese als günstig erachte. Ob dies wirklich so ist, wird die Zukunft zeigen, vielleicht werden die Ausfälle bei dieser Asset Klasse sehr stark zulegen.

    Marktausblick
    Die Konjunktur hat sich seit dem Sommer 2008 weltweit abgekühlt auch die Stimmung unter den Unternehmen und Verbrauchen ist stark in das Negative abgerutscht. Die Konjunkturaussichten sind schlecht, siehe “Steht die Weltwirtschaft vor einer Rezession“? Ich erwarte weitere negative Wirtschaftsnachrichten, was die Aktienkurse stark nach unten treiben könnte, diese Krise wird uns noch ein paar Monate oder gar Quartale begleiten. Wenn ich die jetzigen Krise mit dem Dot-com bubble in Relation setzte, so haben wir den Boden bei den Aktien noch lange nicht gesehen. Weiter hat es an den Aktienmärkte noch immer zu viele Zocker, solange diese nicht verschwunden sind und das Medieninteresse an den Aktienmärkten so hoch ist, glaub ich nur an Bärenmarkt-Rally. Zudem sind viele Experten der Meinung, dass die US-Häuserpreise weiter fallen werden, siehe “Home Prices Seem Far From Bottom“. Ich bin immer noch der Meinung: Sinkende Häuserpreise = sinkende Aktienkurse. Damit wird die US- Konsummaschinerie nicht so schnell wieder auf Hochtouren laufen, um so mehr müssten die Asiaten und Europäer ihren Konsum sehr stark ausweiten um dieses Konsumdefizit der US-Amerikaner wenigstens teilweise ausgleichen zu können.

    Meine Strategie
    Ich bin der aktuellen Finanzkrise auch ein bisschen dankbar, sie zeigt mir die Grenze meiner Risikobereitschaft auf. Aus diesem Grund habe ich mir auch für die kommenden Monate eine klare Strategie auferlegt:
    Mein letzter Aktienkauf wird bei 60-64% unter dem MSCI-World Höchststand erfolgen, dabei muss die investierte Summe ein Drittel meines maximalen Aktienanteils sein. Wenn die Indizes danach weiter fallen würden, hätte ich immer noch genügend Mittel den Kurszerfall in meinem Depot mit Short-ETF ein zudämmen. Falls dieser oben genannte Tiefstand nicht erreicht würde, kann ich den maximalen Aktienanteil in meinem Portfolio nicht ausschöpfen. Bis zu diesem Tiefstand erfolgen weitere Zukäufe jeweils 5% - 10% unter den bis dahin geltenden Tiefstände. Dabei investiere ich vorwiegend in Indizes der Industrieländer. Ich glaube, dass die Investoren vorwiegend aus den westlichen Industrieländern kommen und diese zuerst in ihren Heimatländern nach Investitionen suchen, dabei wird wahrscheinlich der Emerging Market zweitrangig behandelt. Ich beobachte die Indizes des Emerging Market aber genau und wenn die vorher gemachte Aussage nicht zutrifft, werde ich im Gegenteil mein Geld verstärkt in diesen Markt investieren. Aus meiner Sicht liegt die Zukunft in einigen asiatischen Ländern wie China und Südkorea und/oder in den rohstoffreichen Ländern von Südamerika wie Brasilien und Chile.

    Die Industrieländer müssen zuerst die nächste Blase erfinden und dies kann einige Zeit dauern. Die Wirtschaft der USA und des britische Königreich sind direkt von der Dot-com bubble in die Hypotheken-Blase übergegangen, ich bin mir sicher die Investmentbanker arbeiten schon am nächsten Hype.

    Meine Fremdwährungen wie YEN, USD, EUR und GBP sind momentan nicht die Schuldigen meiner negativen Rendite, der USD hat erheblich zugelegt ist und ich habe mich vor einigen Monaten zusätzlich mit günstigen USD eingedeckt. Meine USD habe ich aber vollständig in Aktien investiert, ich müsste daher in der Zukunft weitere USD kaufen oder auf EUR-ETF ausweichen bzw. ausbauen. Die Korrelation der Aktien-Indizes in Europa und USA ist zurzeit sehr hoch, daher werde ich wahrscheinlich meine noch vorhanden EUR in die nächsten ETF-Transaktionen einfliessen lassen.

    Meine Empfehlungen
    Wie Sie sehen, verlangt meine Strategie kein hohes Börsenwissen, vielmehr ist Geduld und Disziplin verlangt, weil ich oftmals nicht mit der Herde renne. Mein Portfolio basiert vorwiegend auf Obligationen, Immobilienfonds und ETF. Von Strukturieren Produkten halte ich wenig, da diese meistens ein kompliziertes asymmetrisches Auszahlungsprofil haben. Mit Short-ETF kann ich zudem auch auf fallende Kurse setzten, was sollte ich mir mehr wünschen?

    Indem Sie ihr Geld in einen Fonds geben, versuchen Sie den Zufall zu kaufen, dies können Sie selbst auch und erst noch günstiger. Diese Fondsmanager können es nicht besser als ein geduldiger und disziplinierter Anleger. Zudem kann nur ich meine Strategie umsetzten, ich kaufe in fallende Märkte, ein Fondsmanager kann dies nur zu einem kleinen Teil riskieren. Fonds haben viele weitere Nachteile - aktuell ziehen viele Anleger ihr Geld aus den Fonds zurück, damit gerät ein Fond unter Druck und muss nicht selten wie der TargetReturn der Credit Suisse schliessen, siehe “Credit Suisse liquidiert Fonds” .

    Was wir nicht brauchen
    Die Fehlprognosen der Börsenprofis wie Christian Gattiker-Ericsson, Philipp Bärtschi usw. Diese Herren erscheinen immer wieder in den Medien um die Privatanleger mit ihren Teils absurden Prognosen zu verwirren. Sie sind der beste Beweis, dass die Börsenkurse nicht prognostiziert werden können. Ich habe schon darüber nachgedacht eine öffentliche Datenbank mit den Fehlprognosen dieser Herren auf zubauen. Vielleicht könnte man sie so zum Schweigen bringen. In meinen Weblog können Sie sich ein Bild der Prognosen machen.


    Nachtrag 15.11.2008:

    Gemäss UBS investor’s guide vom 14.11.2008 haben über 80% der Unternehmen im S&P 500 ihre Zahlen für das 3. Quartal vorgelegt. Die Gewinne sind um fast 14% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Sektoren Finanz und Energie hatten sehr unterschiedlichen Einfluss auf die Gewinne. Ohne den Finanzsektor wären die Gewinne des S&P 500 um 10% gestiegen, ohne den Energiesektor dagegen um 27% gesunken.


    Nov 02 2008

    Wird das Stabilisierungsprogramm für die UBS zum Bumerang?

    Category: Börse / Börsenhandel, Crash und kritischeshugo @ 15:16

    Das Stabilisierungsprogramm des Bundes und der SNB für die UBS kann auch zu einem Bumerang für die UBS werden. Die plötzliche Informationsoffensive der UBS und SNB in dieser Woche bzw. an diesem Wochenende, können nichts Gutes bedeuten, wahrscheinlich rennen der UBS die Kunden in Scharren davon. Zurzeit versucht die UBS den Geldabfluss zu stoppen und hat dazu mehrere Aktionen eingeleitet:

  • UBS erhöht Zinsen auf Sparkonten
  • UBS: 10 Prozent mehr Lohn für Berater - ab sofort
  • Keine Boni für UBS-Bosse
  • und die SNB setzt noch eines darauf:

  • Nationalbank fordert: Schluss mit Jagd auf UBS
  • Ob alle diese Pressebeiträge auch der Wahrheit entsprechen, ist eine andere Frage.

    Ich habe schon ausgeführt warum ich von der SNB-Zweckgesellschaft wenig halte. Heute bin ich sogar noch mehr der Überzeugung, dass das Stabilisierungsprogramm der UBS viel mehr schaden als nützen wird. Wahrscheinlich stellen sich auch andere, folgende Frage:

    Wie schlecht besteht es wirklich um die UBS? Den UBS-News „UBS entfernt Risikopositionen aus ihrer Bilanz durch Transaktion mit der Schweizerischen Nationalbank“ kann folgender Text entnommen werden:
    UBS wird zusätzlich Schuldinstrumente (primär Nicht-US-Papiere) mit einem Nettowert von USD 18 Milliarden an die Zweckgesellschaft übertragen. Dabei handelt es sich um ein breites Spektrum von Wertschriften, die mit unterschiedlichen Vermögensklassen unterlegt sind. Die Einbeziehung dieser Positionen gründet auf dem Entscheid von UBS, ihr Verbriefungsgeschäft abzubauen und führt gleichzeitig zu einer besseren Diversifizierung des Portfolios der Zweckgesellschaft.

    Warum wurde Zweckgesellschaft mit noch mit weiteren Schuldinstrumenten nicht US-Assets auf USD 60 Milliarden aufgestockt. Braucht die UBS wirklich soviel Cash um nicht bankrott zu gehen oder handelt es sich nur um eine Konsolidierung der Lage, wie der SNB-Präsident Jean-Pierre Roth in „Aber die Realität der Märkte ist anders“ betont?

    Leider hat sich die SNB von der schlechten Kommunikation der UBS anstecken lassen und erachtet es als unnötig für die gewünschte Transparenz in der SNB-Zweckgesellschaft zu sorgen.

    Nun, ich glaube mit diesem Stabilisierungsprogramm hat sich die UBS als Vermögensverwalter vollständig disqualifiziert. Wenn ich reich wäre, würde ich mein Geld nie einer Bank anvertrauen, die ihr eigenes ihr Portfolio an die Wand fährt und sich danach aus der Verantwortung stiehlt. Ich denke die Marke UBS ist zu einer Hypothek für die Schweiz geworden. Mit dem Stabilisierungsprogramm hat der Bundesrat, SNB mit der UBS die dümmste aller Lösungen gefunden. Die Abwanderung der UBS-Kunden geht weiter oder wurde gar verstärkt und das Vertrauen der anderen Banken in die UBS bleibt auf tiefem Niveau, siehe Bonität und Credit Default Swaps.

    Die anderen Länder haben ihre Lösungen viel besser durchdacht, beispielweise Deutschland mit ihrem staatlichen Hilfsfond. Der deutsche Staat bekennt sich damit, ihren Banken zu helfen, aber nur wenn diese die Hilfe wirklich wollen und benötigen. Falls die Deutsche Bank die Krise ohne diese Staatshilfe durchstehen wird, wird sie eine der ersten Plätze als Grossbank bei der vermögenden Kundschaft einnehmen.

    Die UBS wird ihren Niedergang als Vermögensverwaltungsbank kaum stoppen können, mit dem schlecht durchdachten Eingriff des Schweizer Staates hat sie definitiv ihr bisheriges grosses Vertrauen verspielt.

    Nebenbei: Die UBS musste diese Woche in Deutschland die beiden Immobilienfonds UBS Euroinvest und UBS 3 Kontinente “einfrieren”, siehe “Aktuelle Informationen“.

    p.s.: Dies wird mein letzter Beitrag zur UBS sein, in Zukunft werde ich wieder über meine Strategie und Asset Klassen schreiben. Die UBS wird langsam langweilig…


    Oct 20 2008

    Alternative Lösungsvorschläge für das UBS Desaster

    Category: Börse / Börsenhandel, Crash und kritischeshugo @ 09:10

    Leider sind die Schweizer Politiker nicht fähig über die wirklichen Probleme der UBS zu diskutieren. In der SF-Sendung Arena wurden gegen 70% der Zeit über die Bonussen der UBS diskutiert. Die Schweizer leiden wahrscheinlich sehr stark und einer Neidmentalität. Ich bin auch ein Freund dieser hohen Bonussen, trotzdem kann ich zurzeit den Unterschied eines 20 Millionen-Bonus an einen Banker gegenüber dem 66 Milliarden Engagement der Schweiz an der UBS erkennen. Leider erinnerte mich diese Arena-Sendung etwas an die erste Arena Sendung mit Mario Corti über die Zukunft der Swissair, damals wurde vorwiegend über den Namen der Gesellschaft diskutiert.

    Die Politiker sollten sich auf die Rettung der UBS konzentrieren und nicht ihre Zeit mit parteipolitischen Spielchen vergeuden. Für die UBS muss eine positive Lösung gefunden werden, mir missfällt nur, dass sich die UBS mit der SNB-Zweckgesellschaft aus der Verantwortung stiehlt und die schlechten US-Assets dem Schweizer Bürger überlässt. Gerade als Vermögensverwaltungsbank ist dies alles andere als Vertrauensbildend.

    Alternative Lösungsvorschläge:

  • Für die Schweiz und die UBS wünschte ich mir eine Übernahme der UBS durch eine starke ausländische Bank. Meine bevorzugte Kandidatin wäre die HSBC, beispielsweise kennt diese den US-Hypothekenmarkt nicht nur aus dem Handelsraum wie die UBS. Das Zusammengehen mit der HSBC würde sehr viel Vertrauen zurück bringen, vielmehr als wenn der Schweizer Staat zu Hilfe eilen muss. Ein Merger mit der Credit-Suisse wäre aus meiner Sicht eine schlechte Lösung. Leider steht es um die meisten westlichen Banken ähnliche schlecht wie der UBS bzw. noch viel schlechter, aus diesem Grund ist die Auswahl an starken Banken wahrscheinlich nur noch sehr gering.
  • Die aktuelle Lösung wird umgesetzt, jedoch würde die UBS die Assets nur vorübergehend auslagern und spätestens in einigen Jahren wieder zurück kaufen. Damit hätte die UBS in den nächsten Jahren keine Abschreibungen mehr auf den US-Assets. Damit überlässt die UBS nicht ihre schlechten Risiken einen viel zu kleinem Staat und stiehlt sich selbst aus der Verantwortung.
  • Es gibt sicher noch viele andere Lösungen. Bei den bisher bekannten Wertpapieren für die SNB-Zweckgesellschaft handelt es sich um US-Assets, also sollten die Lösungen nicht unbedingt nur in der Schweiz gesucht werden. Gerade hierbei können die beiden Herren Kurer und Rohner ihre Fähigkeit unter Beweis stellen. Für micht bleibt die aktuelle Lösung mit der SNB-Zweckgesellschaft inakzeptabel die Pflichtwandelanleihe des Bundes finde ich für beide Parteien eine faire und gute Lösung.

    Fehleinschätzung des SNB-Präsident

    Auszug aus dem Interview von Jean-Pierre Roth mit Stocks 13/2007 (15.-28.6.07)
    Wie messen Sie die Stabilität des Systems?
    Wir prüfen aus der Vogelperspektive, ob im Finanzsektor potenzielle Risiken auftreten. In unserem Bericht zur Finanzstabilität veröffentlichen wir jedes Jahr einen Stresstest zum Finanzsektor. Es gibt Auskunft darüber, wie widerstandsfähig das System ist. Die Instrumente werden jederzeit noch weiterentwickelt. Sie erlauben uns, permanent die Stabilität des Finanzsystems zu beurteilen und Indizien bevorstehender Probleme zu erkennen, um allenfalls präventive Massnahmen treffen zu können.
    Und gibt es derzeit solche Indizien?
    Der Finanzsektor ist in blendender Verfassung. Sicher sind Risiken vorhanden. Die Volatilitäten auf den Finanzmärkten sind derzeit tief. Dies ist für viele Teilnehmer ein Anreiz, höhere Risiken einzugehen.

    Die ist ein Beispiel wie sich der SNB-Präsident verschätzte; nun die Rechnung für die SNB-Fehleinschätzung muss einmal der Schweizer Bürger bezahlen. In der Zeit dieses Stocks-Interview wurde die Hypothekenkrise für alle Public, doch die SNB schien Ahnungslos gewesen zu sein.

    Datum Ereignis
    15.06.2007 Moody’s stuft 131 Ratings von Asset-Backed Securities (ABS) aus dem
    Subprime-Markt herunter. Weitere  Überprüfungen werden angekündigt
    20.06.2007 Zwei Hedgefonds der Bear Stearns stehen vor der Insolvenz

    Nachtrag 26.10.2008:
    Bisher stemmen sich nur wenige Politiker gegen die SNB-Zweckgesellschaft. Mir scheint die Schweizer Elite käuflich zu sein. Auch in den Finanzzeitschriften wird diese Zweckgesellschaft kaum hinterfragt, im Gegenteil:

    Bilanz 18/08: Garant für Stabilität

    Auch in der Handelszeitung Nr. 43 wird das UBS-Rettungspaket kritiklos entgegen genommen.

    Im Bundeshaus werden stundenlange Debatten über einige Millionen CHF geführt, anderseits wirft man der maroden UBS ohne sich über andere Lösungen Gedanken zu machen einige Milliarden nach. Die Schweiz ist bisher das einzige Land, das sich direkt die Risiken der faulen US-Kredite aufbürdet, nicht einmal die USA hat dies bisher getan, dort ist dies erst in Planung und diese Pläne können noch ändern.

    Wenigstens habe ich eine andere kritische Stimme in Web gefunden, siehe „54 Mrd. USD sind nur die halbe WahrheitMyambutol


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